Wiebke Trunk


 

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Kuratieren / Konzeption


Dezember 2010 Konzeption der Fachtagung „faits divers - talk about it“ für das ifa Berlin

<< Foto: Liz Ellis und Sheila Grandison diskutieren die Kooperation thinking about looking zwischen Newham Hospital und Tate Modern, London

Thema des Fachgesprächs waren Fragen und Herausforderungen für AkteurInnen im kulturellen Feld - wie etwa: Wie können neue Formate auf die zunehmende kulturelle Diversität des Publikums in einer globalisierten Welt reagieren? Wie kann Kulturpolitik Kunst- und Kulturvermittlung dabei sinnvoll und nachhaltig unterstützen? Und was bedeutet kulturelle Diversität in Gesellschaften, die nicht nur die Differenzen von Angehörigen anderer Sprach- und Kulturräume wahrnehmen, sondern zunehmend für eine Binnenausdifferenzierung der eigenen Gesellschaft in verschiedene Subkulturen sensibel werden?


Foto: Andrea LühmannJuli - November 2007 Co-Kuratorin der Ausstellung „Irgendwann ist Schluss mit lustig! Interventionen in Werbung“, Galerie arttransponder, Berlin

Ausgangspunkt für die Gruppenausstellung im Projektraum von arttransponder war ein Bild aus einer Werbekampagne der Fernsehzeitschrift „Hörzu“ mit dem Titel: „Irgendwann nimmt man nicht mehr irgendwas“ aus dem Jahr 2006. Das daraus entwickelte Projekt „Irgendwann ist Schluss mit lustig!“ thematisierte sexistische, rassistische und normierende Bildkonzepte in aktuellen Werbebildern. Die Präsentation kombinierte Videoarbeiten, Fotografien und Installationen mit theoretischen und bildwissenschaftlichen Texten sowie Dokumentationen internationaler KünstlerInnen, JournalistInnen und ForscherInnen.

Juli 2006 - Juli 2007 Künstlerische Projektleitung des Fotoprojekts 2007 der KulturRegion Stuttgart „...und grüßen Sie mir die Welt / fotografierte Heimaten“, Ausstellungsprojekt aktueller Fotografie zum Thema Identität und Heimat

Mit dem Zitat »...und grüßen Sie mir die Welt.« von Heinrich Heine war ein Projekt überschrieben, an dem von Juli bis September 2007 neunzehn Mitgliedsstädte der KulturRegion Stuttgart teilnahmen und zeitgenössische Fotografie zum Thema „Identität und Heimat“ ausstellten - in Zusammenarbeit mit der Stadtbücherei Stuttgart, der Foto-Triennale Esslingen, dem Fotosommer Stuttgart und der Deutschen Fotografischen Akademie.
Die heterogenen Ausstellungen, jeweils durch einen Katalog ergänzt, wurden durch die Kunstvermittlung konzeptionell miteinander verknüpft. Eine weitere Publikation beleuchtete die Themen Heimat und deren Medialisierung in Aufsätzen und Essays.

<< Bild aus der Serie „Jugendliche Heimat“ (2007) von Andrea Lühmann, die im Rahmen des Fotoprojekts„...und grüßen Sie mir die Welt / fotografierte Heimaten“ entstanden ist und im öffentlichen Raum präsentiert wurde.

Grundlage des Kunstvermittlungskonzeptes war eine offen angelegte Publikumspolitik, die für alle Bevölkerungsgruppen die Auseinandersetzung mit fotografischer Technik und dem Thema möglich machen sollte - um so die in Deutschland noch verbreitete Hierarchie von Kunst und Bildung aufzubrechen zugunsten eines gesellschaftsübergreifenden Zugangs zur Kunst. Gerade die Verbindung von Technik (Fotografie) und Thema (Identität und Heimat) zeigte sich als ausgezeichnete Möglichkeiten, um die populäre Technik der Bildfindung mit gesellschaftspolitisch zentralen Problemen zusammenzuführen.
Das Kunstvermittlungsprojekt wurde eingeleitet durch ein eintägiges Seminar für LehrerInnen und VermittlerInnen. Daraus ergaben sich vierzehn Angebote für Schulen und Einzelgruppen. Die Aktivitäten wurden anhand von Interviews und Fragebögen evaluiert. Dabei zeigte sich, dass die angebotenen Formate der Vermittlung durchweg positiv auf- und angenommen wurden und auf großes Interesse bei VermittlerInnen, LehrerInnen und TeilnehmerInnen stieß. Ausgangspunkt war in allen Projekten die jeweiligen Hintergründe der TeilnehmerInnen - wie etwa Beruf, Alter, Herkunft, Interessen. Die Auseinandersetzung mit den Arbeiten war dadurch vor allem weniger durch kanonisches Wissen geprägt, das die VermittlerInnen monologisch vortrugen, sondern wurde vielmehr durch lebhafte gemeinsame Diskussionen bestimmt.

Februar - Mai 2006 „Couture Commune“
Idee, Konzeption und Umsetzung gemeinsam mit Lambert Mousseka, Internationaler Workshop, Ausstellung, Veranstaltungen zu Fragen textiler Kultur in Europa und Afrika im Auftrag des Künstlerhauses Stuttgart in Kooperation mit dem Kulturzentrum Espace Masolo, Kinshasa/Kongo

„Couture Commune“ war ein mehrteiliges künstlerisches Projekt des Künstlerhauses Stuttgart, das auf einer Idee von Lambert Mousseka und mir basierte. Afrikanische und europäische KünstlerInnen, TheoretikerInnen und DesignerInnen entwarfen eine „Couture Commune“ und versuchten Fragen afrikanischer und europäischer textiler Kultur und ihrer gesellschaftlichen Bedeutung zu hinterfragen - in einem Workshop, einem Fotoshooting, einer Ausstellung und in einer Modenschau. Die Herstellung von Kleidungsstücken und die bewusste Inszenierung von Rollen hatten den Zweck, soziale und politische Kodierungen zu dekonstruieren. Lambert Mousseka und mir waren dabei vor allem die unterschiedlichen Zeichen kultureller Prägung in den Bildern aus Afrika und Europa wichtig. Die Publikation dazu erschien 2008 unter dem Titel „Les Histoires Communes“ (Hg. Elke a. d. Moore).

<< Foto und Design: Fathy Tshikanke  
>> Projektpapier
>> Fotodokumentation der Ausstellung


März - April 2005 Co-Kuratorin der Gesprächsreihe „Inselungen“, Fragen zu nationaler und internationaler Identität, Künstlerhaus Stuttgart

1996 - 2001 Gründungsmitglied der Gruppe FLEX - Vermittlung von Kunst und Kultur
Die Gruppe Flex bestand aus KünstlerInnen und KunsthistorikerInnen, die vor allem in Stuttgart und Umgebung ein alternatives Vermittlungsprogramm neben den großen kulturellen Institutionen entwickelten, um dies einem sehr interessierten Publikum anzubieten. Dazu gehörten neben außergewöhnlichen Museumsbesuchen sowohl Architekturführungen mit anschließendem italienischen Imbiss wie auch Atelier- oder auch Galeriebesuche, bei denen die TeilnehmerInnen Blicke hinter die Kulissen von Produktion und Präsentation werfen konnten.


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