Wiebke Trunk


 

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Kunstvermittlung

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Juli 2015
7. Salon für kritische Kunstvermittlung, Austausch über das Thema Geflüchtete in der Kulturellen Bildung im Übergangswohnheim Marienfelde, Berlin (Konzeption und Durchführung zusammen mit Barbara Campaner, Anna Chrusciel, Nanna Lüth, Iver Ohm, Maren Ziese)


August 2012 „Bilder der Wirklichkeit“ – Workshop zur Ausstellung von Gerhard Richter „Übersicht - Synopsis“ im Auftrag des ifa und des Goetheinstituts Bogotá/Kolumbien. In Zusammenarbeit mit dem Museo de Arte del Banco de la República.

Die mehrtägige Veranstaltung „Bilder der Wirklichkeit“ näherte sich den visuellen Untersuchungen von Richter, indem die TeilnehmerInnen (RestauratorInnen, KünstlerInnen, StudentInnen) zunächst selbst eine Bildersammlung erstellten, die sie dann durch Reproduktionen, Farbe, Schnitt etc. bearbeiteten. Wesentlich war diese produktive Phase als Annäherung an die Arbeiten Richters vor dem üblichen Rundgang konzipiert. Während der Begegnung mit den Originalen in der Ausstellung selbst beschäftigten sich die TeilnehmerInnen schwerpunktmäßig mit ihrer inhaltlichen und handwerklichen Nachvollziehbarkeit.

April 2012
Weiterbildung von SprachdozentInnen anhand von Gemälden in der Staatsgalerie Stuttgart, in Kooperation mit der VHS Stuttgart


Februar 2012 Fortbildung anlässlich der Tourneeausstellung Gerhard Richter: Synopsis“ des ifa in Zusammenarbeit mit dem Goethe Institut in Porto Alegre/ Brasilien

In der mehrtägigen Veranstaltung befassten sich die TeilnehmerInnen (RestauratorInnen, KunstwissenschaftlerInnen, KünstlerInnen, KunstpädagogInnen) im MARGS - Museu de Arte do Rio Grande Sul Ado Malagoli zunächst mit einem Pool von Abbildungen aus der Presse, ihren privaten Archiven und dem Internet. Der entscheidende Einstieg, um sich mit der Realitätsforschung in Richters Malerei zu befassen, war die Auswahl und Ordnung dieser Bilder mit dem Ziel, eine Übersicht zu bekommen. Auf den so für Bedeutungsproduktion
sensibilisierten Blick folgte die Produktion eigener Papierarbeiten, die am Ende im Eingangsbereich des Museums präsentiert wurden.
Dieses Vorgehen sollte die anwesenden Kulturschaffenden anregen, sich nicht aus der gewohnten theoretischen Perspektive mit Richters Bildern zu befassen, sondern einen Ausschnitt seiner Praxis nachzuvollziehen und zu reflektierten.


November 2011 Workshop zur Tourneeausstellung „Otto Dix - Das Radierwerk. Der Krieg und kritische Grafik 1920-24“ des ifa in Zusammenarbeit mit dem Goetheinstitut Taschkent

In dem zweitägigen Workshop KunststudentInnen der Hochschule für Malerei und Design Taschkent in der lokalen Galerie für Bildende Kunst waren die Fragen nach Gewalt- und Machtbegriffen zentral, wie etwa jene nach staatlicher und persönlicher Macht, deren Formen, Entwicklungen und Wirkungen. Wir begannen mit einer ausführlichen Diskussion darüber, in der auch Fragen nach der Mitwirkung des/der Einzelnen im gesellschaftspolitischen Gefüge und der Verantwortung künstlerischer Arbeit darin besprochen wurden. Ein Thema, das in Usbekistan, angesichts der dort bestehenden innenpolitischen Spannungen, gerade von jungen Menschen sehr engagiert diskutiert wird. Anschließend legten die Studierenden aktuelle Bilder, auf denen Gewalt und (sexuelle) Aggression zu sehen gegeben war, auf dem Museumsboden aus, um sie anschließend - neben den ausgestellten Radierungen und Lithos - zusammen mit Kopien von Dix Arbeiten neu zusammenzusetzen. Aufgabe war die Visualisierung von Ausprägungen von Gewalt und ihre mögliche (positiven) Verkehrung bzw. Veränderung.



September 2011
Weiterbildung für KunstvermittlerInnen im Kreis Nordhorn für Fahrradführungen im Rahmen des Skulpturenprojektes
raumsichten

raumsichten wird die deutsch-holländische Skulpturenroute kunstwegen Richtung Süden durch die Obergrafschaft Bentheim bis nach Nordrhein-Westfalen verlängern....
"Die ungewöhnliche Initiative von raumsichten sucht Einfluss zu nehmen. Sie zielt auf die Vermittlung und Moderation eines ergebnisorientierten Zusammentreffens zwischen Verwaltung, Planung und Künstlern. Schließlich geht es für alle darum, in der Landschaft zu sein, zu handeln und mit eigenen Augen zu sehen."
(Zitat der webseite: http://www.raumsichten.org/service.5.0.html)
Die KunstvermittlerInnen werden eine zentrale Position einnehmen bei der Umsezung dieses Vorhabens.



April 2011 Weiterbildung von SprachdozentInnen anhand von Gemälden in der Staatsgalerie Stuttgart, in Kooperation mit der VHS Stuttgart



Mai - Oktober 2010 Workshops zur Ausstellung des ifa „Otto Dix - Das Radierwerk. Der Krieg und kritische Grafik 1920 - 24“ in Südkorea

Mit KunststudentInnen der Kunstakademie in Seoul sowie Pädagoginnen und Kunstvermittlerinnen in Daejon habe ich einen Workshop durchgeführt, in dem wir uns mit aktuellen Bildern aus dem Internet, aus Zeitschriften und Zeitungen, auf denen entweder sexuelle oder kriegerische Aggression zu sehen waren, befassten. Ein Thema war u.a. der Koreakrieg bzw. Aggressivität in Bildern sowie neue Unterrichtskonzepte dazu, aber auch, insbesondere für die Studierenden, Fragen über sexuelle Gewalt. Wir arbeiteten sowohl
im Museum of the University of Seoul als auch im Museum of Daejon im Museumsraum, stellten dort die Abbildungen aus den Medien, sowie die neu entstandenen Collagen und Bilder neben die von Dix, um über Inhalte, Komposition und Zeitbezüge zu diskutieren. Siehe auch
www.ifa.de/kunst/ausstellungen-im-ausland/bildende-kunst/otto-dix/special-korea.html.


Januar 2010
mehrtägige Workshops
für MuseumspädagogInnen und KünstlerInnen zu Gerhard Richters Ausstellung „Übersicht“, präsentiert vom ifa im Goetheinstitut in Santiago de Chile

In diesem mehrtägigen Workshop zu Gerhard Richters Ausstellung „Übersicht“ in Santiago de Chile für MuseumspädagogInnen und KünstlerInnen bearbeiteten wir zunächst die Themen: Die Darstellung von Realität durch unterschiedliche Medien - wie Fotografie, Reproduktion, Malerei - und die damit verknüpfte Wahrheitsproduktion. Die Diskussion mündete in einer eigenen Bildproduktion. Über diesen Zugang bestimmten die TeilnehmerInnen den anschließenden Gang durch die Richter-Ausstellung selbst, indem sie ausgehend von ihren praktisch-künstlerischen Einsichten das Verhältnis von Medialität und Inhalten in den Bildern von Richter mit der Gruppe besprachen. Die während des Workshops entstandenen Blätter wurden im Ausstellungsraum neben den Arbeiten von Richter präsentiert.


Mai 2008 - Juli 2009 Vorträge und LehrerInnenfortbildung im Auftrag von ifa und Goetheinstitut zur Ausstellung: „Otto Dix - das Radierwerk und kritische Grafik 1920 -24“ (Tbilissi, Georgien; Nicosia, Zypern; Hermannstadt, Klausenburg, Kronstadt, Temeswar in Rumänien)

Neben den Vorträgen über Otto Dix' Druckgrafik (z.B. „Der Krieg“) der zwanziger Jahre habe ich z.B. in Nicosia mit LehrerInnen im Rahmen eines Seminars Möglichkeiten diskutiert, wie sie mit SchülerInnen, die im Alltag mit Diskriminierung und Gewalt konfrontiert sind, die Bilder von Dix nutzen können, um über verschiedene Darstellungen von Aggressivität nachzudenken. Die Tatsache, dass es sich bei den Arbeiten von Dix um Kunstwerke handelt, erzeugt eine besondere Aufmerksamkeit, durch die Blicke sensibilisiert werden z.B. für Fragen der Menschenrechte. Aufschlussreich war dabei auch der Vergleich mit aktuellen Bildern aus den Medien.


April - Mai 2006 Leitung der Weiterbildung „Kunstvermittlung von KünstlerInnen“, Kunstverein Freiburg

Felicity Lunn, Leiterin des Kunstvereins Freiburg, bat mich um ein Seminar zu der Frage, wie KünstlerInnen Kunst vermitteln können und sollen. Entscheidend für die Vermittlung durch KünstlerInnen ist, dass sich diese stets ihrer Doppelfunktion bewusst sind. Nach der Auseinandersetzung mit der jeweiligen Arbeit der KünstlerInnen wurde in dem Seminar das Spannungsverhältnis zwischen künstlerischer Produktion und Kunstvermittlung diskutiert. Gleichzeitig wurden konkrete Strategien entwickelt für eine Kunstvermittlung, die auf unterschiedliche RezipientInnen zugeschnitten ist. Diese Programme sind inzwischen in das Vermittlungsangebot des Kunstvereins aufgenommen worden.
Im Text der neuen Broschüre zur Kunstvermittlung des Kunstvereins Freiburg heißt es jetzt: „Die Formen aktueller Kunst sind ausgesprochen vielfältig. Der Zugang wird dadurch oftmals erschwert und die Auslegung erscheint widersprüchlich! Das Kunstvermittlungskonzept, das wir insbesondere für Schulen und Familien hier anbieten, schafft den notwendigen Raum, um zeitgenössische Kunstwerke mit den eigenen Sinnen so wahrzunehmen, dass zum einen ein verständlicher Zugang möglich wird und zum anderen, dass durch eine kreative Umsetzung neue und unerwartete Einblicke stattfinden können... Deshalb basiert das Konzept des Kunstvereins Freiburg auf dem Modell der von KünstlerInnen geleiteten Workshops, die als KunstproduzentInnen einen anderen Blick auf die Arbeiten haben.“
Gleichzeitig wurde ein Anforderungskatalog formuliert, unter welchen Bedingungen Kunstvermittlung sinnvoll stattfinden kann. So geht es etwa darum, die oftmals noch marginalisierte Position von Kunstvermittlung innerhalb von kulturellen Institutionen zu verändern. Es gilt damit Arbeitsbedingungen und Honorierung zu verbessern und grundlegende Bedingungen für eine erfolgreiche Kunstvermittlung bei Ausstellungskonzeptionen zu berücksichtigen (z.B. Öffnungszeiten, Eintritt, Informationen, räumliche Notwendigkeiten).

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